Sprechzeiten:
Mo, Do, Di: 8 - 18 Uhr
Mi und Fr: 8 - 12 Uhr
Tel. 0211-87 96 76-0

Angina Pectoris

Was ist Angina Pectoris?

Angina Pectoris ist die Bezeichnung für die typischen Beschwerden, die im Zusammenhang mit einem Sauerstoffmangel des Herzmuskels auftreten.

Sie äußern sich als brennender bis dumpfer Schmerz unterhalb des Brustbeins, der bis in den linken Arm oder auch in den Oberbauch ausstrahlen kann. Mit diesen Schmerzen geht meist ein Engegefühl des Brustkorbs und akute Atemnot einher.

 

Einteilung

Es gibt zwei Formen der Angina Pectoris; eine stabile und eine instabile Form.

Bei der stabilen Form besteht eine Schmerzsymptomatik, die immer unter gleichem Belastungsniveau auftritt und sich in Ruhe oder unter Medikamentengabe wieder zurückbildet. Sie wird von der Canadian Cardiovascular Society CCS in vier Schweregrade eingeteilt:

1 = unter stärkster Belastung

2 = Unter starker Belastung (Treppensteigen oder Bergaufgehen)

3 = bei geringer Belastung (Gehen in einer Ebene)

4 = in Ruhe

Im Unterschied hierzu versteht man unter einer instabilen Angina Pectoris alle in Ruhe auftretenden pectanginösen Beschwerden, sowie erstmalig auftretende und in ihrer Häufigkeit oder Intensität zunehmende Beschwerden.

 

Wie machten sich pectanginöse Beschwerden bemerkbar?

Patienten verspüren häufig einen Druck und Schmerz in der Herzgegend, der langsam an und wieder abschwillt, sowie Luftnot mit Einengungsgefühl hinterm Brustbein oder im Halsbereich.

Die Lokalisation des Schmerzes ist unterschiedlich, in den meisten Fällen jedoch im Bereich des Brustbeins. Ausstrahlen kann der Schmerz im Bereich vom Oberbauch bis zum Unterkiefer, in den linken Arm und die Schulter.

Die Symptome beginnen meist plötzlich und klingen nach 30 Sekunden bis 30 Minuten wieder ab.

 

Auslöser

Ausgelöst werden die Beschwerden durch körperliche Belastungen in Form von körperlicher Arbeit, psychosozialen Belastungen (z.B. Stress, Aufregung) oder Kälte.

 

Therapie

Um die akuten Beschwerden zu behandeln, verwendet man kurzwirksame Nitrate. Diese führen über die Freisetzung von Stickstoffmonoxid zu einer Erweiterung der Herzkranzgefäße und garantieren somit eine bessere Blutversorgung des Herzens. Im Normalfall lassen die Beschwerden innerhalb von 5 Minuten nach der Einnahme nach.

zurück