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Notfallmaßnahmen

Erste Maßnahmen durch den Notarzt

Wenige Minuten nach dem Notruf trifft der Rettungsdienst ein und kann im Verdachtsfall einer Angina Pectoris oder gar eines Infarkts sofort Maßnahmen ergreifen. Dazu gehört neben einem Weitertransport ins Krankenhaus die Anwendung eines Nitro-Sprays, welches unter die Zunge gesprüht wird und für eine sofortige Erweiterung der Herzkranzgefäße und damit für eine bessere Durchblutung sorgt. Bringt das Spray keine Besserung, liegt mit Sicherheit ein Herzinfarkt vor, was dann die Verabreichung von schmerzstillenden und blutverdünnenden Medikamenten erfordert. Anschließend werden im Krankenhaus weitere Maßnahmen ergriffen.

Grundsätzlich gilt: Zeit ist Leben und deshalb sprechen Mediziner auch von der wichtigen ersten Stunde  als bedeutsamsten Zeitraum nach einem Infarkt. Werden die richtigen Maßnahmen schnell durchgeführt, sind Spätfolgen gut zu kontrollieren und in vielen Fällen sogar zu vermeiden! Abwarten heißt leider oft plötzlicher Herztod, im Nachgang Herzschwäche und ein kürzeres Leben. Schnelles Handeln heißt überleben, länger leben und leistungsfähig bleiben.

Was können Sie tun, wenn jemand in Ihrer Nähe einen möglichen Herzinfarkt erleidet?

 

  • Sollte der Betroffene bei Bewußtsein bleiben, beruhigen Sie ihn, lockern Sie eventuell festsitzende Kleidungsstücke und lagern Sie den Oberkörper leicht erhöht.
  • Ist der Puls stark und ein Nitrospray vorhanden, sprühen Sie zwei Hübe direkt unter die Zunge.
  • Sollte der Betroffene nicht ansprechbar sein und ist keine Atmung vorhanden, müssen Sie ihn auf eine harte Unterlage betten, den Kopf überstrecken und zweimal eine Mund – zu – Mund Beatmung durchführen. Bitte halten Sie in diesem Fall die Nase zu. Zudem ist eine 15malige Herzdruckmassage nötig, wobei der Druckpunkt 3 bis 4 Zentimeter oberhalb des Brustbeinendes liegt. Legen Sie eine Hand flach auf und die andere Hand darüber. Drücken Sie etwa vier Zentimeter tief ein. Führen Sie diese Maßnahme solange durch, bis das Rettungsteam eintrifft